Leder
Lederbekleidung:
Bei Lederjacken bzw. Ledermänteln ist es eine Frage des Qualitätsniveaus bzw. der Lederqualität, ob ein Co-Polyamid-Pulver oder ein EVA-Pulver eingesetzt werden kann. Beide Produkte sind bei niedrigen Fixiertemperaturen zu verkleben.
Wenn grössere Bereiche mit Einlagematerialien abgedeckt werden müssen, empfiehlt sich mittels Pulverpunkt zu beschichten (besserer Griffausfall). Wenn kleine Flächen verklebt werden müssen, genügt eine Streubeschichtung.
Schuh:
Ledermaterialien neigen bei höheren Verklebungstemperaturen zur Verhärtung und verlieren die gewünschte Narbung. Deswegen benutzt man im Schuhbereich vergleichsweise niedrige Verklebungstemperaturen. Dazu eignen sich alle Einlagematerialien, die mit EVA-Pulver beschichtet sind, besonders gut.
Ausnahmen bilden synthetische Einlagen, die bei Sportschuhen verwendet werden. In diesem Fall sind EVA-Pulver ungeeignet, da die Haftung zu diesen Einlagen mangelhaft ist. Meistens muss auf ein Co-Polyamid- oder ein anderes Hot-melt-Pulver zurückgegriffen werden.
Normalerweise werden diese Pulver mit der Streubeschichtung appliziert. Nur bei dünnen, empfindlichen Ledertypen ist eine Pulverpunktbeschichtung von Vorteil (weicherer Griffausfall) (abifor 1605; 0-200 my).
Im Falle von Ledern mit hohem Restfettgehalt ist die Haftung mit einer EVA-Beschichtungen nicht mehr ausreichend; man muss auf spezielle Pulver wie abifor 1616 oder abifor 1639 zurückgreifen.
Polster:
Für funktionelle Autoledersitze oder komfortable Polstermöbel werden je nach Strapazieranspruch und Lederqualität unterschiedliche abifor®-Schmelzklebepulver eingesetzt.
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